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das teehaus

Das Teehaus ist sicherlich ein Highlight im japanischen Garten. Ob man es nun wirklich für die Ausübung der traditionellen Teezeremonie nutzt, oder als wunderschönen Rückzugsort im Garten, ist jedem selbst überlassen.

Wir versuchen uns seit 2010 an der Umsetzung eines Teehauses möglichst nahe angelehnt an japanische Vorbilder. Da das japanische Teehaus ein höchst individuell gestaltetes Bauwerk ist, nehmen wir uns auch die gestalterische Freiheit, die wir brauchen. Wichtig war uns, dass das Teehaus auch tatsächlich als solches nutzbar ist und darum werden auch die wichtigsten Architektur-Merkmale darin vorhanden sein: Vorbereitungsraum, Schmucknische, Feuerstelle, und Kriecheingang für die Gäste.
Über den aktuellen Stand unseres Bauprojektes kann man sich hier und natürlich in unserem Schaugarten informieren.

 

hier sind die ersten Bauschritte dokumentiert:

 

Zuerst musste natürlich ein genauer Plan her, den uns Waldemar Keiss zeichnete.

Wie im Grundriss erkennbar, ist unser Teehaus ein Drei-Matten-Haus. (Tatami-Matten sind ca. 95 x 195 cm groß) Die unteren 2 Matten sind für die Gäste vorgesehen, die sich dort niederlassen nachdem sie die Hütte durch einen Kriecheingang betreten haben. In der Schmucknische auf der rechten Seite hat der Gastgeber vorher eine zur Jahreszeit passenden Dekoration arrangiert.

Die oberste Matte ist für den Gastgeber. Die Teezeremonie beginnt, in dem der Gastgeber alle benötigten Utensilien aus dem Vorbereitungsraum (links oben) auf die Gastgeber-Matte stellt. Danach setzt er sich schräg vor die Feuerstelle und widmet sich dem weiteren Ablauf der Zeremonie.

Normalerweise ist das Teehaus während der Zeremonie geschlossen. Wir haben aber eine große Tür mit eingeplant. Geöffnet bietet sie unseren Gartenbesuchern einen Blick ins Innere der Hütte.

 

Zuerst wird eingemessen.

Die Balkenkonstruktion wird vorbereitet.

Die komplizierten japanischen Holzverbindungen brauchen ihre Zeit.....

Alle fertigen Teile werden genau nummeriert

Die Pfosten sind genau für die späteren Fundamentsteine angepasst.

Die erste Wand wird zur Probe zusammengesteckt...

... und dann vor Ort aufgestellt.

Weiter gehts mit dem Aufbau der nächsten Wände.

Hier ist auch schon der spätere Kriecheingang zu sehen -
das kleine Quadrat...

Gut ist, wenn viele Helfer zur Stelle sind, um die Konstruktion zu halten.

Zur Stabilisierung wird schon ein Dachbalken aufgesetzt,

und befestigt.

Hier wird der Vorbereitungsraum angebaut

und durch den Dachbalken komplettiert.

Der zweite große Dachbalken wird nun aufgesetzt.

Nun kommt die Konstruktion der Tokonoma (Schmucknische) an die Reihe.

Das Ständerwerk steht.

Als nächstes werden die Dachsparren aufgesetzt.

Die Dachlatten sind hier schon fertig eingedeckt.

Zwischendurch werden Aussteifungen in die Wandfelder gesetzt.

Mit einem Drucknagler werden die Holzschindeln auf die Dachlatten geschossen.

Stand Ende 2010

2011 Weiter gehts mit der Ausfachung der Wände. Hierzu werden Bambusstäbe aus dem Garten geerntet und in die Wände als Unterkonstruktion verstrebt.

Mit einem Lehm-Stroh-Gemisch wird die erste Schicht auf die Bambusstreben aufgebracht.

Das macht Spaß und geht erstaunlich flott voran.

Blick in die Hütte

Links die getrocknete Lehmschicht, rechts noch feucht.

Die feineren Lehmschichten können erst später nach der Trocknung der Grundschicht aufgebracht werden. Aufgrund des feuchten Sommers trochneten die Grundschichten recht langsam. Darum gehts mit der Fertigung der Wände erst 2012 weiter.

Zwischendurch werden die Vordächer angebaut.

Die Vordächer werden mit Holzschindeln gedeckt.

Winterpause! Weiter gehts im nächsten Jahr.


 
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