Steinlaternen & Wasserbecken

Blickpunkte im Garten
Granitartikel

Steinlaternen und Wasserbecken können Sie direkt in unserem Lager in Bartschendorf aussuchen.

Steinlaternen

Steinlaternen – jeder hat schon mal welche gesehen und weiß, daß nahezu kein japanischer Garten ohne sie auskommt. Sie stellen das Verbindungselement von Natur und Mensch – von Garten und Architektur dar. Gerne werden sie genutzt um den Blick des Gartenbesuchers in eine bestimmte Richtung zu lenken und Schwerpunkte in der Gartengestaltung zu setzen. Dabei ist die Nutzung als Beleuchtungselement eher zweitrangig. Nur in Teegärten, wo auch schon mal nachts eine Teezeremonie abgehalten wird, ist die Beleuchtung des Weges und des Wasserbeckens eine Notwendigkeit.

Wir selbst bieten unseren Kunden Steinlaternen mit einer Bohrung an, damit Elektrik installiert werden kann. Eine 25 Watt-Birne ist völlig ausreichend um den Garten zu illuminieren und den Weg anzudeuten, aber auch ein Teelicht erfüllt diesen Zweck.
Traditionell sind die meisten aus grauem oder beigefarbenem Granit.
Unsere Steinarbeiten werden aus China importiert und sind unter Zuhilfenahme von elektrischen Bohrern und Steinbearbeitungswerkzeugen in Handarbeit hergestellt. Das bedeutet, daß selbst bestimmte definierte, historische Formen verschieden ausfallen. Generell kann man 3 Kategorien unterscheiden:

Tachi-doro: Steinlaternen, deren Säulenschaft auf einem Basiselement steht, welches wiederum direkt auf den Boden gestellt wird. Die Teile dieser Steinlaternenform bestehen von unten nach oben aus: Basiselement, Säule, mittlerer Plattform, Lichthaus, Dach und einem oft knospenförmigen Abschlußelement. Solche Steinlaternen sind in der Regel recht groß, bis zu 2 Metern. Man findet sie vorrangig in Tempelanlagen, öffentlichen Parks und großen Gärten, in Eingangsbereichen, am Ende breiter Wege und als Fixpunkt in einer weiten Aussicht.

Ikekomo-doro: Steinlaternen, deren Säulenschaft direkt in den Boden eingegraben wird. Diese Form wird oft in der Nähe von Wasserbecken eingesetzt und, weil sie relativ schlicht ist und nicht allzu groß (ca. 1 Meter), eignet sie sich gut für Privätgarten und den inneren Teil von Teegärten. Eine der bekanntesten dieser Kategorie ist die Oribe-Steinlaterne. Die schlichteste und modern anmutendste Form ist die Michishirube, eine Steinstele mit quadratischem Grundriß, in deren oberstes Viertel eine Lichtkastenöffnung eingearbeitet ist.

Ashitsuki-doro: Steinlaternen, deren Lichtkasten statt von einer Säule von Füßen getragen wird. Die bekannteste unter ihnen ist die Yukimi-Steinlaterne, eine niedrige Form mit vier Beinen, die sehr leicht wirkt. Ihr weites, flaches Dach vermittelt Ruhe und Harmonie. Alle Steinlaternen dieser Art wirken besonders gut in Teichnähe.

 

Wie baue ich eine Steinlaterne auf?

 

Beim Aufstellen der Steinlaternen (besonders denen, die aus mehreren Teilen bestehen) sollte man zu zweit sein und eine Wasserwaage, einen Zollstock und ein paar flache Keilchen zur Hand haben, um alle Teile in Waage und zentriert übereinanderstapeln zu können. Der Untergrund sollte möglichst verdichtet , eventuell sogar mit einem kleinen Zementfundament versehen werden. Noch sicherer ist es, die Einzelteile mit Silikon- oder Fliesenkleber unsichtbar zu fixieren.
Unsere Laternen werden mit Fensterrähmchen angeboten. Ich selbst habe diese schon oft mit dünnem Plexiglas von hinten beklebt. Die Verkleidung mit Papier habe ich aufgegeben, da die Vögel regelmäßig das Papier durchgepickt haben, vielleicht in der Hoffnung auf Futter dahinter?

Wasserbecken

 

Die Formen der Wasserbecken sind genauso zahlreich wie die der Steinlaternen.
Das Ryoanji-Becken ist bekannt, weil es im berühmten Ryoan-ji Garten steht. Es hat die Form einer chinesischen Münze, ist rund mit einer quadratischen Vertiefung. Die Schriftzeichen auf dem Beckenrand bedeuten in etwa: „was ich weiß ist genug“ oder „alles,was ich zum richtigen Handeln wissen muß, ist bereits in mir“. Weiter gibt es sehr schlichte runde Becken, würfelförmige mit grafischen Reliefs oder Becken in Form einer Lotosblüte.
Das Becken steht selten für sich allein, sondern ist in ein bestimmtes Arrangement aus Felsen und Trittsteinen eingebunden, die man zusammen Tsukubai nennt. Ursprünglich war das Tsukubai ein Bestandteil des Teegartens. Am mit frischem Wasser gefüllten Becken reinigte sich der Teegast rituell Mund und Hände bevor er die Teehütte betrat. Heute ist das Tsukubai aber in vielen kleinen Gärten als eine Art Wasserspiel gestaltet. Dabei wird dem Becken über einen Bambuszulauf Wasser zugeführt, welches dann über den Beckenrand in einen Vorratsbehälter läuft. Die dort installierte Tauchpumpe fördert das Wasser wiederum in den Bambuszulauf. Im Sommer muß wegen der hohen Verdunstung öfter nachgefüllt werden, bzw. über einen Schwimmerschalter das Auffüllen automatisch geregelt werden. Im Winter sollte das ganze System geleert und die Pumpe entnommen werden.