Unser Weg

unser Weg

Das sind wir: Reiner & Gesine Jochems. Etwas zu groß das Foto von uns,  – aber nun, jetzt wissen Sie ein bisschen mehr von uns. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte….
(Danke an Dietmar Herriger, der das Foto gemacht hat)

unser Werdegang

Von Kunst und Grafik bis zur japanischen Gartengestaltung.
Autodidaktisch immer auf neuen Spuren….

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Seit 1988 haben wir unsere Herzen vollständig an die japanische Gartenkunst verloren. Davor gab es schon ein Interesse an Garten, Bonsai, Fotografie und Tätigkeiten in Kunst und Grafik. Wir wohnten in Berlin und verdienten unsere Brötchen bei der TAZ-Tageszeitung.

 

„ein Buch änderte alles“

 

Ein Buch änderte dann alles: Teiji Itoh – die Gärten Japans. Die Faszination war so groß, das Reiner beschloss sich zusammen mit Gleichgesinnten selbständig zu machen. Weil es damals noch wenig Literatur zu japanischen Gärten auf deutsch oder englisch gab und auch das Internet noch nicht existierte, suchten wir uns zunächst mit unseren bescheidenen Mitteln (also wirklich: mit Spaten, Schaufel, Harken) der japanischen Ästhetik zu nähern. Es entstanden die ersten Gärten.

 

„Auf nach Japan!“

 

1991 stellten wir uns selbst eine zweimonatige Studienreise nach Japan zusammen und schauten uns über 100 Gärten an. Ein unglaubliches Erlebnis!

Mit den neu gewonnenen Eindrücken stürzten wir uns weiter in die Arbeit.
Um mehr Erfahrungen zu sammeln, fingen wir 1992 an unseren Schaugarten zu bauen.

Bis 1995 bauten wir die Gärten, die wir geplant hatten, immer selbst. Wir waren davon überzeugt, das nur so ein gutes Ergebnis erzielt werden kann. Weil unsere Aufträge aber nicht nur auf den Berliner Raum beschränkt waren und es zu umständlich wurde mit unserem kleinen Ausführungs-Team herumzureisen, änderten wir unsere Arbeitsweise.

 

„Umzug aufs Land“

 

Heute leben wir in unserem ländlich gelegenen Bartschendorf und helfen Gartenbesitzern (wo auch immer sie wohnen) ihrer Vision vom idealen Garten  näher zu kommen. Je nachdem, was gewünscht ist, unterstützen wir unsere Kunden beim Selberbauen oder bereiten die Planunterlagen soweit vor, das auch Gartenbaufirmen damit zurecht kommen. Auch übernehmen wir Bauleitungen. Speziell für Steinsetzungen und Baumgestaltungen macht es für unsere Kunden Sinn, auf unsere Erfahrungen zurück zu greifen.

 

„noch mehr fremde Länder“

 

Mehrere Aufträge führten uns in ganz andere Ecken der Welt. In Thailand gestalteten wir den Garten einer Luxusvilla um (2006). Auf einer Insel vor Mosambik versuchen wir sogar nur mit den einheimischen Pflanzen und den Materialien vor Ort, Gärten zu schaffen. Auch wenn hier die Voraussetzungen ganz andere sind, schwingen doch immer die japanischen Schönheitsideale bei der Gestaltung mit. Da können (und wollen) wir nicht aus unserer Haut. Besonders spannend war zu sehen, das es kein Problem war mit einheimischen Hilfskräften Gärten zu bauen, auch wenn sie so etwas noch nie gemacht hatten. Über das gemeinsame Tun, konnten wir alles Notwendige vermitteln und wir sind stolz, das einige Hilfskräfte nun eine feste Anstellung als Gärtner gefunden haben.

Natürlich sind solche Aufträge Highlights. Wir freuen uns aber auch über Kunden in Österreich und Schweiz. Mehrere Gärten sind dort schon entstanden.

 

„unser Schaugarten“

 

Seit ca. 12 Jahren haben wir unseren Schaugarten an den Wochenenden für Publikum geöffnet und wir freuen uns über alle, die kommen um den Garten bei einer Tasse Tee zu genießen.

Den Großteil unserer Freizeit verwenden wir darauf unseren Garten zu pflegen und weiter zu bauen. Teezeremonie, Bonsaigestaltung, Musik, überhaupt kreatives Tun, vegetarische Ernährung und Umweltschutz sind weitere Leidenschaften.
In unserem Haus leben wir zusammen mit unseren Hunden und Katzen.

Wir vor 25 Jahren …

wir vor 30 Jahren

unsere Arbeitsweise

Wir lieben was wir tun und teilen unsere Begeisterung
gern mit unseren Kunden. So entstehen schöne Gärten!

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Gartengestaltung ist ja schon ein komplexes Thema. Die japanische erst recht. Japanische Gärten woanders als in Japan zu bauen, setzt noch einen drauf: ein anderes Klima, ein anderer Boden, andere Baumaterialien, andere Pflanzen – kurzum: es kann nicht genauso wie in Japan werden.

ABER: die japanischen Gestaltungsprinzipien kann man immer anwenden. Sie sind nicht an örtliche Gegebenheiten gebunden. Wie man nun dem Geist der japanischen Gartengestaltung am nächsten kommen kann – da geht jeder Gartengestalter einen anderen Weg und hat eigene Vorlieben.

 

„Experimente & Erfahrungen“

 

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, das es durchaus möglich ist (nur) mit einheimischen Pflanzen und Materialien eine ganz ähnliche Wirkung zu erzielen, wenn man das japanische Gartenhandwerk im Sinne der Gestaltungsprinzipien anwendet. Liebevoll gestaltete Zierzäune, sorgfältig gepflasterte Wege, gut gesetzte Trittsteine und Steinsetzungen, natürlich wirkende Teiche, Tore, Hütten und überdachte Bänke in den japanischen Proportionen, Gestaltung und Schnitt von (einheimischen) Formgehölzen.

In unserem Schaugarten haben wir diese Vorgehensweisen jahrelang erprobt. Einfach mal besuchen kommen….

 

„Das Dilemma“

 

Leider gibt es nur wenige Gartenbaubetriebe, die sich mit dieser durchaus anspruchsvollen Arbeit auskennen oder auch nur Verständnis dafür aufbringen können. Es ist so, das es hier gang und gäbe ist, Planungsarbeit und Ausführung durch verschiedene Berufsfelder zu trennen. Das heißt, es gibt kaum Gartenbaubetriebe, deren Mitarbeiter ästhetisch geschult sind und kaum Architekten, die Erfahrungen im japanischen Handwerk gesammelt haben. (Wir finden es richtiger beide Berufsfelder wieder miteinander zu vereinen – zumindestens im Privatgartenbereich ist dies problemlos möglich.)

 

„Die Lösungen“

 

1. Viele unserer Kunden haben Freude am Selbermachen. Damit liegen sie genau auf unserer Wellenlänge! Gemeinsam suchen wir nach einem Gartenkonzept, das alle Wünsche berücksichtigt und Lust auf die Umsetzung der Gartenidee macht. Alle notwendigen Details zu Materialauswahl und handwerklicher Umsetzung erklären wir ihnen gerne. Wir sind immer erstaunt wie gut das klappt, wie schön die Gärten werden, auch wenn die Gartenbesitzer vollkommene Laien sind. Die Begeisterung, die Lust Neues zu lernen, und der gemeinsame Gedankenaustausch bringen einfach die besten Ergebnisse!

2. Nicht jeder hat eine handwerkliche Begabung. Das ist aber kein Problem! Arbeiten, die Sie sich nicht zutrauen, können sie an Firmen abgeben und/oder uns zur künstlerische Bauleitung buchen. „Bauleitung“ heißt für uns nicht einfach daneben zu stehen und kluge Sprüche zu klopfen, sondern eher gemeinsames Handeln. Wir arbeiten lieber Seite an Seite als von oben herab.

3.  In manchen Gartenanlagen ist nicht nur gestalterisches Können gefragt. Mit vielen Spezialthemen wie Barrierefreiheit, Teichtechnik, Parkplatzbau, Feuerwehreinfahrten etc. haben wir uns schon befasst, tauschen uns hier aber auch mit Fachfirmen aus. Geht es jedoch um größere Aufträge und sind Ausschreibungen und Planungsarbeiten nach HOAI gefragt, arbeiten wir mit der Berliner Firma Hortec zusammen, die die geforderten Rahmenbedingungen schaffen kann.

Mit vielen Kunden und deren Gärten sind wir schon seit Jahrzehnten freundschaftlich verbunden. Da ein Garten ja nie statisch ist und sich auch die Lebensituation der Eigentümer in eine neue Richtung entwickeln kann, werden manchmal Veränderungen nötig. Dafür haben wir immer ein offenes Ohr.

 

„die Pflege“

 

In unserem Garten haben wir viele Erfahrungen gesammelt, welcher Pflegeaufwand je nach Gestaltungsweise zu erwarten ist. Da ein japanischer Garten erst durch die langjährige Pflege zu seiner vollen Wirkung heranreift, klären wir mit unseren Kunden welchen Pflegeaufwand sie in der Zukunft betreiben können oder wollen und stimmen daraufhin die Gestaltungsweise des Gartens ab. Manch einer kann sich eine/n Gärtner/in leisten, der/die die Pflege übernehmen soll. Gerne vermitteln wir das nötige Knowhow.

 

„Naturnahes Gärtnern“

 

Unser Ideal ist das naturnahe Gärtnern. Es scheint, als wäre ein japanischer Garten mit den sehr kontrollierten Pflegemaßnahmen und der reduzierten Pflanzenauswahl nicht gerade naturnah. Aber man kann doch einiges tun. Wo immer es möglich ist, setzen wir auf biologische Düngemittel & Kompostierung, auf den Verzicht von Herbiziden und Pestiziden sowie auf die Unterstützung der Lebewesen im Garten (bis auf Schnecken).

Wahrscheinlich haben Sie es jetzt schon gemerkt: Wir lieben, was wir tun und teilen unsere Begeisterung gerne mit anderen.

Machen Sie doch mit! Wir würden uns freuen.

Reiner
Gesine